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Sozialpolitik in der BRD

Sozialpolitik in der DDR

Alles für unsere Kinder!

Die heranwachsende Generation ist das teuerste Gut unsers Volkes. Ihr gehört unsere ganze Liebe und Sorge. Die durch die Folgen des Hitlerkrieges und die Spaltung Deutschlands durch den anglo-amerikanischen Imperialismus hervorgerufenen Härten für unsere Kinder müssen durch die Anstrengung aller schnellstens gemildert und schließlich beseitigt werden. Vieles wurde für unsere Kinder dank der Initiative unserer Partei, dank der Anstrengungen der Werktätigen und der selbstlosen Arbeit der Aktivisten im Verlauf des Aufbaus unserer Friedenswirtschaft erreicht. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Nicht immer und nicht überall werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft um den Jüngsten unseres Volkes zu helfen. Dies trifft insbesondere zu auf Ernährung, Bekleidung und Schuhe.

Der Parteivorstand wendet sich daher an die Öffentlichkeit, an die Arbeiter und Angestellten in Industrie und Landwirtschaft, an die fortschrittliche Intelligenz, an die demokratischen Verwaltungen, insbesondere die DWK, mit der Bitte, durch entsprechende Maßnahmen alles für die Verbesserung der Lage der Kinder zu tun. Wir ersuchen die DWK und alle Verwaltungen zu überprüfen, wie die folgenden Maßnahmen erfüllt werden können:

Die erhöhte Produktion und Verteilung von Kinderschuhen, Kinderkleidung, Babywäsche und Artikeln der Säuglingspflege;
Verbesserung der Lebensmittelrationen für Tbc-kranke Kinder;
die Durchführung einer einheitlichen verbesserten Schulspeisung, die Beschaffung zusätzlicher Lebensmittel für örtliche Ferienerholung und Ferienlager.
Die weitere Einrichtung von Kindergärten in Betrieben und auf dem Dorfe, von Kinderhorten für schulpflichtige Kinder, den .Auf- und Ausbau von Kinderheimen und Häusern sowie die Bereitstellung von Tagesräumen für die Jungen Pioniere.
Die weitere Einrichtung von Kinderbüchereien, die Durchführung regelmäßiger Kino- und Theatervorführungen für Kinder, die Einrichtung eines guten Theaters für Kinder in den größeren Städten, die Beschaffung von mehr Schulheften und Lehrmaterial. Die Herstellung von Sportgeräten und Sportkleidung für Kinder, die Beschaffung von Materialien für Bastelarbeiten, den Ausbau der Spielplätze und Planschbecken sowie der Grünanlagen in den Großstädten.

Berlin, 21. Juli 1949

Der Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands

Wilhelm Pieck Otto Grotewohl

Aufruf des Parteivorstandes der SED

 

Quelle: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands Band II, Berlin 1950, Seite 266 - 276